Schluss mit Chemikalien und Einwegplastik.

Luftnot, Allergien, rissige Hände - all das können Folgen aggressiver Putzmittel sein. Rund 60.000 Reinigungsmittel sind nach Angaben der EU-Kommission in der EU auf dem Markt. In Deutschland findet man im Schnitt 15 verschiedene Reiniger in einem Haushalt. Wissenschaftler der norwegischen Universität Bergen haben in einer Langzeitstudie festgestellt: Menschen, die sehr viel putzen, haben eine deutlich schwächere Lunge als Menschen, die nie putzen.

Putzmittel enthalten unterschiedliche chemische Substanzen, die durch Einatmen in die Lunge dringen und dort das Gewebe zerstören. Dazu kommt: Viele Reinigungsmittel werden gesprüht, sodass der Reiniger nicht nur auf Waschbecken oder WC landet, sondern auch eingeatmet wird. Das irritiert die Atemwege und kann sie dauerhaft schädigen. Putzmittel erhöhen so auch das Risiko, an Asthma zu erkranken. Vor allem Menschen mit vorgeschädigter Lunge, zum Beispiel Asthmatiker, reagieren oft mit akuter Luftnot auf Reinigungsmittel.

Zum Angebot

Das Problem mit dem Einwegplastik.

Dass die Menschheit zu viel Plastik produziert, ist schon lange bekannt. Daher entscheiden wir uns zunehmend für nachhaltige Produkte, auch beim Thema Reinigungsmittel. Allein in Deutschland werden jedes Jahr ca. 800 Millionen Plastikflaschen für Reinigungsmittel verbraucht. Darüber hinaus lassen sich  Einwegflaschen nur schwer verantwortungsvoll entsorgen – viele landen letztlich in unseren Meeren und Ozeanen.

Die meisten Einweg-Plastikflaschen werden entweder verbrannt oder landen auf der Mülldeponie. Dabei werden Kunststoffe, die wir sortieren, tatsächlich nur selten recycelt. Es wird also deutlich, dass neben eventuellen gesundheitlichen Schäden, die herkömmliche Reiniger auslösen können, auch negative Auswirkung auf die Umwelt präsent sind. Nicht nur ist das Abwasser mit Chemikalien belastet, sondern die Reinigungsflasche wird nach dem einmaligen Aufbrauchen einfach weggeschmissen und verharrt länger auf dem Planeten als man selbst.

Zum Angebot
  • Konventionelles Plastik besteht aus Erdöl. Es wird in Offshore-Anlagen gefördert und besteht aus fossilen Tieren und Pflanzen, die unter Luftabschluss und hohem Druck zu Erdöl wurden. Dieses Erdöl ist eigentlich nicht mehr zugänglich und damit nicht im Kohlenstoffkreislauf der Erde präsent.

  • Durch die Verbrennung des Erdöls gelangt dieser Kohlenstoff jetzt in Form von CO2 wieder in die Atmosphäre und wird erneut in den Kohlenstoffkreislauf eingespeist. Da CO2 ein klimaaktives Gas ist, das die Abstrahlung der Wärme von der Erde ins Weltall blockiert, erhitzt sich die Erde durch das Verbrennen von Erdöl.

Nachhaltig reinigen?

Es geht nicht darum komplett auf Reinigungsmittel zu verzichten, sondern vielmehr um eine gute Auswahl, mit der man Chemie und unnötigen Verpackungsmüll sinnvoll reduzieren und vermeiden kann. Das Umweltbundesamt rät ebenfalls dazu, möglichst wenige spezielle Mittel zum Putzen zu verwenden. Das ist auch problemlos möglich: ein Handspülmittel, ein Allzweckreiniger und ein saurer Reiniger auf Zitronensäurebasis reichen aus, um den gesamten Haushalt zu reinigen. Im besten Fall sind die Reiniger alles ohne Mikroplastik, vegan und abgefüllt in rPET-Flaschen.

Zum Angebot

Innovative Lösung: Reinigungs- mitteltabs

Herkömmliche Reinigungsmittel bestehen zum größten Teil aus Wasser und da (quasi) jeder Haushalt über Wasser verfügt, kam es zu dieser neuen Idee: Warum nicht nur die reinigenden Bestandteile in fester Form verkaufen, sich das Wasser sparen und somit Transportvolumen und -gewicht reduzieren? Die Lösung sind Reinigungsmitteltabs. Und so funktioniert’s: Leitungswasser in eine Sprühflasche füllen, den Tab reinwerfen und warten, bis er sich auflöst. Anschließend hat man einen vollwertigen Reiniger. Hierbei handelt es sich um eine ausgesprochen nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Reinigungsmitteln.

Und die Gründe liegen auf der Hand: Zum einen werden beim Transport durch die leichteren und kleineren Produkte CO2-Emissionen eingespart. Zum anderen bedarf es keinen neuen Flaschen aus (Einweg-)Plastik, da man die ursprüngliche Flasche unendlich weiter benutzen kann. Man kauft lediglich weitere, umweltfreundlich in Papier verpackte Tabs und kann dann seinen Reiniger problemlos wieder auffüllen.

Zum Angebot

Esther, Christian und 43.250 anderen gefällt klaeny.